Nachhaltiges Reisen und Ökotourismus in Portugal

Nachhaltiges Reisen und Ökotourismus in Portugal

Nachhaltiges Reisen und Ökotourismus in Portugal sind in den vergangenen Jahren zwar eher langsam angestiegen, aber scheinen sich dennoch immer weiter auszuweiten. 

Mit durchschnittlich über 20 Millionen Touristen besuchen jährlich etwa die doppelte Zahl der Einwohner das beliebte Urlaubsparadies. Zwar ist der Tourismus für die portugiesische Wirtschaft äußerst bedeutend, jedoch hat der Tourismus-Boom auch erhebliche Nachteile für die Natur und Umwelt.

In diesem Beitrag stellen wir dir die Entwicklung Portugals zu einem nachhaltigen Reiseziel vor und geben dir ein paar Tipps, wie du als Tourist Portugal nachhaltiger bereisen kannst. 


Entwicklung des Ökotourismus in Portugal 

Einige Gebiete Portugals, vor allem diejenigen in der Nähe des Strandes, sind überbaut. Besonders Hotelanlagen, die direkt am Strand gebaut wurden, belasten die Umwelt beträchtlich. Auch die Kreuzfahrtschiffe vor der Küste Portugals bilden ein großes Umweltproblem: Mit durchschnittlich 86 Prozent stoßen sie mehr Schwefeldioxid aus als der ganze Autoverkehr Portugals. Zudem ist der Hafen Portugals in Bezug auf Schwefeldioxid und Feinstaub der am sechs stärksten verschmutzte in ganz Europa. Aber auch die tourismusbedingten erhöhten Flugzahlen schädigen die Umwelt aufgrund ihres Lärms, der Feinstaubbelastung und Flugzeugabgase enorm. 

Zugleich ist die Tourismusbranche jedoch auch die größte Einnahmequelle Portugals. Wie die Corona-Krise gezeigt hat, haben Rückgänge von Touristen damit einen negativen Einfluss auf die gesamte Wirtschaft Portugals. 

Dies hat auch die Führung des Landes erkannt, weshalb sie nun die Entwicklung eines sanften und nachhaltigeren Tourismus vorantreiben. Der gegenwärtige Massentourismus soll dementsprechend durch Natur- und Ökotourismus sowie Gesundheits-, Wellness- und Senioren-Tourismus ergänzt werden.

Portugal konnte so in den vergangenen Jahren weite Fortschritte im nachhaltigen Tourismus machen. Zu Beginn der 1990er Jahre war Portugal nämlich noch weit entfernt von nachhaltigem Tourismus und Umweltschutz im Allgemeinen: Weder Abwasser- und Abfallentsorgung, noch Recycling und die Verwendung erneuerbarer Energien waren grundlegend ausgebaut. Hinzu kommt, dass die ersten Naturparks und -gebiete Portugals erst im Jahr 1993 entstanden. Im Jahr 2008 wurde die Anzahl und Flächen der Naturparks und -gebiete nochmals deutlich ausgeweitet. Doch mittlerweile existiert in Portugal ein großes Netz an Nationalparks, Naturparks, Naturschutzgebiete, geschützten Landschaften und Naturdenkmäler.

Portugal konnte im Laufe der vergangenen 30 Jahre alle zentralen EU-Standards in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz erreichen. Zudem hat Portugal weite Fortschritte in der Abwasser- und Abfallentsorgung, Recycling und der Umstellung auf erneuerbare Energien machen können. Im Bereich erneuerbarer Energien gehört Portugal sogar zu den Vorreitern Europas. 


Beispiele für nachhaltige Gebiete Portugals 

Viele Gebiete Portugals, besonders im Landesinneren, zeigen beispielhaft auf, dass nachhaltiger Tourismus durchaus gelingen kann. 

Dazu zählt beispielsweise die Stadt Oeiras, welche westlich von Lissabon liegt. Bereits in den 1990er Jahren gehörte Oeiras zusammen mit der Stadt Maia zu den ersten portugiesischen Städten, welche eine getrennte Abfallentsorgung und Recycling eingeführt haben. Beide Städte sind zudem Teil des europäischen Netzwerks der Städte mit nachhaltigem Tourismus.

Daneben sind auch die Azoren ein Vorbild für Ökotourismus in Portugal. Die portugiesische Atlantikinsel-Gruppe wurde 2020 als weltweit einzige Inselgruppe mit der silbernen Auszeichnung für nachhaltigen Tourismus geehrt. 

Aber auch Portugals Hauptstadt Lissabon liegt mittlerweile weit vorne in Sachen nachhaltigen Tourismus. 2020 erhielt Lissabon sogar den Titel „European Green Capital“ (Europäische grüne Hauptstadt). Lissabon glänzte dabei vor allem in Sachen Transportmöglichkeiten, Unterkunftsmöglichkeiten sowie Naturräume und -parks. 


Tipps für nachhaltigeres Reisen in Portugal


Vor der Portugal-Reise 

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Portugal nachhaltig zu bereisen. 

Zunächst solltest du dir ein nachhaltiges Reiseziel wählen: Lissabon, die Azoren, Oeiras und Maia sind nur ein paar Beispiele für nachhaltigen Reisezielen in Portugal. Bei deiner Wahl solltest du zudem beachten eine nachhaltige Unterkunft zu buchen und einen Ort zu wählen, der sich auch mit umweltschonenden Transportmitteln wie mit dem Zug oder Bus bereisen lassen. Mittlerweile gibt es eine große Palette an nachhaltigen Unterkünften. Von Camping, über Öko-Lodges bis hin zu umweltfreundlichen Hotels gibt es für jeden Reisenden passende Möglichkeiten um sicherzugehen, dass die Umwelt geschont wird, die du bereist. Nachhaltige Unterkünfte legen zumeist viel Wert auf Umweltverantwortung durch erneuerbare Energiequellen und Recycling-Services. Zumeist wird hier auf energieeffiziente Beleuchtung, umweltfreundliche Toilettenartikel, biologische Bettwäsche und Handtücher, ungiftige Reinigungsmittel und besonders Methoden zur Wassereinsparung gesetzt. 

Abgesehen davon ist es auch sehr viel nachhaltiger, in der Nebensaison zu reisen. So kannst du nämlich geschickt den Overtourismus umgehen. Da zudem die Nachfrage nach Unterkünften geringer ist, ist deine Reise nach Portugal in der Nebensaison nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostengünstiger. 


Während der Portugal-Reise 

Auch nachdem du dich für ein nachhaltiges Reiseziel- und Zeitraum, Unterkunft und Transportmöglichkeit entschieden hast, kannst du einiges zur Schonung der Umwelt beitragen. 

Zunächst kannst du darauf achten, dir umweltfreundliche Aktivitäten auszusuchen. So sind Wanderungen, Fahrradfahren, Surfen, Kajakfahren, Schwimmen und allerlei Sightseeing durchaus nachhaltige Aktivitäten. Jedoch gibt es auch Aktivitäten, welche du zum Schutze der Umwelt eher unterlassen solltest. Dazu zählen zum Beispiel Motorbootfahren, Mountainbiking, Jetski oder auch zahlreiche tierquälerische Aktivitäten wie das Besuchen von Definshows. 

Zudem solltest du auch innerhalb deines Reiseortes versuchen nachhaltige Transportmöglichkeiten zu wählen. Zumeist ist es sogar schneller und kostengünstiger mit öffentlichen Transportmittel wie Bus oder U-Bahn anstelle von einem Mietauto oder Taxi zu deinen Besichtigungszielen zu fahren. 

Außerdem solltest du bestmöglich versuchen deinen eigenen Müll während deiner Reise zu reduzieren. Dies beginnt bei den Dingen, die du mitnimmst: So kannst du beispielsweise eine wiederverwendbare Flasche mitnehmen, anstatt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen. Häufig finden sich in südeuropäischen Ländern wie Portugal viele Trinkwasserbrunnen, wo du deine Trinkflasche auch während deiner Reise jederzeit wieder auffüllen kannst. Falls du Ausflüge planst, ist es zudem empfehlenswert, wiederverwendbare Brotdosen einstecken anstatt sie in Tüten oder Frischhaltefolie zu packen. Wenn du dennoch Müll hast, solltest du ihn nicht einfach liegen lassen, sondern mitnehmen und sicher entsorgen. 

Zusätzlich kannst du noch einen Schritt weiter gehen und den ein oder anderen Abfall in deiner Umgebung mitnehmen. Schließlich sind am Strand und zahlreiche Touristen-Hotspots häufig auch andere Menschen, welche die Umwelt weniger schonen.


Portugal hat in den vergangenen Jahren weite Schritte in Richtung nachhaltigen Tourismus gemacht. Zahlreiche Städte bieten von der Unterkunft, über Transportmöglichkeiten und bis hin zu den Aktivitäten Touristen die Möglichkeit, Portugal auf nachhaltige und umweltfreundliche Weise zu bereisen. Bei einer nachhaltig geplanten Reise und umweltbewusstem Verhalten kannst du so mit gutem Gewissen Portugals Strände, historische Städte und atemberaubende Landschaften genießen. 


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Datum

5. September 2022

Kategorien

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Portugal
Umwelt

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