Starte im neuen Jahr mit dir selbst – Folge den 5 Niyamas!

Starte im neuen Jahr mit dir selbst – Folge den 5 Niyamas!

Das neue Jahr hat vor wenigen Tagen begonnen. Vielleicht hast du dir für dieses Jahr auch ein paar Neujahrsziele gesetzt und dir vorgenommen, etwas an dir oder deinem Leben zu ändern. 
In der Yoga-Philosophie ist das bewusste Gestalten seines eigenen Lebens und die Arbeit an sich selbst eine zentrale Voraussetzung für ein erfülltes Leben. Der Weg des Yogas wird meistens mit dem „achtgliedrige Pfad nach Patanjali“ beschrieben. Die ersten beiden Stufen des Pfads bilden die Yamas und die Niyama. Während die 5 Yamas moralische und ethische Regeln für das Verhalten gegenüber andere geben, fokussieren die 5 Niyamas auf den Umgang mit sich selbst. 
In dem letzten Beitrag haben wir dir die 5 Yamas des Yogas vorgestellt. In diesem Beitrag stellen wir dir die 5 Niyamas vor, die dir Inspiration geben können, wie du bewusster mit dir selbst umgehen kannst und ein glücklicheres Leben führen kannst. 

Was sind die fünf Niyamas des Yogas? 

Der sogenannte „achtgliedrige Pfad nach Patanjali“ ist eine der bekanntesten Möglichkeiten, um dem Weg des Yogas zu folgen. Ungefähr 200 n Chr. beschrieb der Verfasser Panjali diesem Pfad im Yogasudra (den sogenannten Leitfaden des Yogas). Diese acht Glieder bestehen aus acht Gliedern: 
1. Yama (Moral und ethische Regeln), 
2. Niyama (Selbstdisziplin), 
3. Asanas (körperliche Yoga-Übungen), 
4. Pranayama (Atemtechniken), 
5. Pratyahara (Rückzug und Beherrschung der Sinne), 
6. Dharma (Konzentration), 
7. Dhyana (Meditation) und 
8. Samadhi (Erleuchtung). 
Häufig werden sie auch als Stufen gesehen. Die 5 Yamas und die 5 Niyamas bilden damit die Grundlage des yogischen Lebensweges. Die 5 Niyamas sind das zweite Glied und fokussieren auf den Umgang mit seinem Selbst. Sie heißen: Sauca, Santosha, Tapas, Svadhyaya und Ishvarapranidhana. 

1. Sauca (Reinlichkeit) 

Sauca bildet das erste Niyama und bedeutet Reinlichkeit. Dieses kann sich auf viele Bereiche unseres Lebens beziehen. 
Zum einen lässt sich Sauca im engeren Sinne auf unseren Geist und Körper übertragen. Zum Beispiel heißt dies negative Gedanken, Erinnerungen und Gefühle loszulassen und stattdessen ein reines positives Denken und Fühlen in sein Leben zu bringen. Aber auch unseren Körper sollten wir von schädlichen und negativen Dingen befreien. Das kann zum Beispiel bedeuten, Kosmetikprodukte wie Shampoos, Duschgels, Cremes und Schminke ohne Giftstoffe zu kaufen. Daneben können wir auch mit dem Kauf von Bio-Produkten und einer veganen Ernährung unseren Körper „reinigen“.
Auch in unserer Kleidung können wir Sauca anwenden, indem wir auf Bio-Qualität achten und umwelt- und gesundheitsschonende Kleidung tragen. Kleidung wie echtes oder synthetisches Leder enthalten beispielsweise einige Stoffe, die reizend auf den Körper wirken können. Alternative Stoffe wie Korkleder oder Bambusstoffe können dieses Problem umgehen.
Zum anderen lässt sich Sauca auch auf unsere Umgebung übertragen: Wenn wir unsere Umgebung sauber und rein halten, können wir auch Ordnung in unserem Inneren schaffen. Dies kann beispielsweise heißen, seine Wohnung sauber zu halten, den Schreibtisch von unnötigem Chaos zu befreien oder unsere Kleidung auszusortieren. Sauca impliziert damit auch nicht Mengen an Dingen anzusammeln oder an materiellen Dingen festzuhalten. 
Ferner beinhaltet Sauca auch das Reinhalten unserer Umwelt. Viele Menschen tendieren dazu, ihre Wohnung oder ihr Haus sauber zu halten, während sie mit der Umwelt äußerst unachtsam umgehen. Egal ob das Liegenlassen von seinem Müll in der Natur, der Ausstoß von CO₂ durch zu viel Autofahren oder Flugzeugfliegen oder der Konsum von nicht-nachhaltigen Produkten: All dies wirkt sich schlecht auf unsere Erde aus und wirkt sich früher oder später auf unser eigenes Leben und das von anderen Lebewesen wieder aus.


2. Santosha (Zufriedenheit) 

Santosha ist das zweite Niyama und lässt sich als „Zufriedenheit“ oder auch „Bescheidenheit“ übersetzen. Es bedeutet eine zufriedene Lebenseinstellung einzunehmen und das zu nehmen, was man hat und ist. 
Besonders in der modernen Gesellschaft sind wir ständig unzufrieden, haben zu viele oder zu hohe Erwartungen und werden schnell enttäuscht, wenn diese nicht genau erfüllt werden. Häufig machen wir unser Glück zudem von äußeren Gegebenheiten oder unveränderbaren Umständen abhängig. Doch um sich langfristig und wirklich glücklich zu fühlen, sollten wir unser Glück im Inneren suchen und schätzen, was wir haben und sind.


3. Tapas (Selbstdisziplin) 

Tapas lautet der Name des dritten Niyamas und bedeutet so viel wie Selbstdisziplin oder Achtsamkeit. Besonders im Yoga ist Ausdauer und Disziplin beim Ausüben der Asanas (also den Yogaübungen) von zentraler Bedeutung. Im Sanskrit wird Tapas auch häufig mit dem Erhitzen des Körpers übersetzt. Es wird dabei davon gesprochen, ein inneres Feuer – das Agni – zu entfachen und damit unnötigen Abfall des Körpers (wie zum Beispiel Stress, verdrängte Belastungen und Giftstoffe) zu verbrennen. 
Tapas bezieht sich jedoch nicht nur auf Selbstdisziplin im sportlichen Bereich. Auch in unserer Ernährung und in unserem Atmen können mehr Achtsamkeit und Disziplin an den Tag legen. Wenn wir uns bewusster ernähren und durch Mediation das bewusste und langsame Atmen erlernen, können wir unseren Körper und Geist einiges Gutes tun. 
Aber auch Selbstdisziplin in all unseren anderen Vorsätzen und Zielen kann uns weit bringen. Wenn wir eine solche mentale Stärke aufbauen und ausreichend Selbstdisziplin erlernen, können wir nach der Yogaphilosophie alles erreichen.


4. Svadhyaya (Selbsterforschung) 

Das vierte der fünf Niyamas ist Svadhyaya und bedeutet das Erforschen unseres Selbst. Um unsere Ziele zu erreichen und uns selbst zu verwirklichen ist es schließlich immer wieder erforderlich, sich selbst zu verstehen und zu erforschen. 
Besonders in der Yogapsychologie spielt dieses Niyama eine große Rolle: Um loslassen zu können und weiter voranzuschreiten, sollte du erforschen können, wie und warum du derartig handelst, fühlst oder denkst. Die Beobachtung deines Körpers, deines Geistes und deines Handelns ist dafür ein erster Schritt. Wenn du deine Denk- und Verhaltensmuster erkennst sowie deine Tendenzen, wie du in bestimmten Situationen handelst, wirst du dich selbst besser verstehen können. So wirst du auch genauer wissen, wie du deine Ziele bestmöglich wählst und erreichen kannst.


5. Ishvarapranidhana (Hingabe zu Gott)

Das letzte Niyama lautet Ishvarapranidhana und bedeutet so viel wie Hingabe oder auch Vertrauen zu Gott. Gott ist hier als ein abstrakter Begriff zu verstehen, denn jeder hat eine andere Vorstellung von diesem Konzept. Für viele kann dieses offene Konstrukt eventuell eher mit einer höheren Kraft, Universum, Energie oder einem anderen Begriff umschrieben werden. 
Im Allgemeinen versteht sich dieses Niyama als eine Aufforderung, „Gott“ und dem Leben zu vertrauen und seine Sorgen, Zweifel und Ängste loslassen zu können. Auch unsere Fehler können Teil unseres Weges sein und uns zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben führen. Ishvarapranidhana heißt, dem Leben und sich selbst zu vertrauen und Gelassenheit zu entwickeln.

Das Folgen der 5 Niyamas kann uns zu einem zufriedenen Menschen machen und uns innere Kraft und unschätzbares Glück schenken. Der Jahresbeginn kann für viele ein Neustart mit frischer Energie bedeuten. Die zweite Stufe des „achtgliedrige Pfad nach Patanjali“ kann uns dabei helfen, motiviert zu bleiben, unsere Neujahrsziele zu erreichen und ein positiveres und glücklicheres Selbst zu erschaffen. 


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Datum

12. Januar 2022

Kategorien

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